Spiraldichtungen

Dichtungen erfüllen je nach Ausführung:

  • Kennwerte nach EN 13555
  • TA Luft nach VDI 2440
  • BAM für Sauerstoffanwendungen

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Ausführungen

Ausführung

Beschreibung

Ansicht im Schnitt

MMD-SWG

Möller Metall-Dichtungen • Spiral-Wound-Gasket

Spiraldichtung MMD-SWG

MMD-SWG-CR(-C/O)

Spiraldichtung mit Zentrierring (CR)
(C/O) nach EN 1514-2 und EN 12560-2

Spiraldichtung MMD-SWG-CR(-C/O)

MMD-SWG-IR

Spiraldichtung mit Innenring bzw Stützring

Spiraldichtung MMD-SWG-IR

MMD-SWG-CR-IR(-C/I)

Spiraldichtung mit Zentrierring und Innenring (C/I) nach EN 1514-2 und EN 12560-2 für glatte Flansche oder Flansche mit Dichtleiste

Spiraldichtung MMD-SWG-CR-IR(-C/I)

MMD-SWG-CR-IR-EC

(EC) zum Beispiel PTFE-Zone - kann die Diffusion durch die Dichtung verhindern

Spiraldichtung MMD-SWG-CR-IR-EC

Unsere Dichtungen sind gekennzeichnet: Die Kennzeichnung erfolgt nahe dem Außenrand mit folgenden Informationen:

  1. Herstellerzeichen
  2. DN
  3. PN
  4. Werkstoffkennzeichnung
  5. Chargen- oder Chargenkurzzeichen (Nummer des Herstellungsloses)

Beschriftung Spirale

Ausführungen

Die Spiraldichtung (Spiral-Wound-Gasket) ist eine der meist gebräuchlichen Metall-Weichstoff-Dichtungen. Das Grundprinzip der Spiraldichtung besteht aus wechselnden Metallwindungen und weichem, nichtmetallischem Füllmaterial. Die inneren und äußeren Windungen bestehen nur aus Metall, um die Spirale am inneren und am äußeren Durchmesser zu verstärken. Diese Bauweise, in Verbindung mit der speziellen V-Form des gewundenen Metallbandes und die Eigenschaften des Füllmaterials, machen die Spiraldichtung zur idealen Dichtung für Anwendungen mit hohen Anforderungen aus Druck und Temperatur. Die Anwendung in Rohrleitungen und Apparaten der Chemie, Petrochemie, Öl- und Gasförderung und Transport sowie in Armaturen und Pumpen ist seit vielen Jahrzehnten bewährt. Die Spiraldichtung ist durch die V-Form des metallischen Wicklungsbandes die einzige Dichtung mit nennenswerter Rückverformung, auch nach langer Betriebszeit.

Spiraldichtungen sind in vielen verschiedenen Ausführungen und Materialkombinationen erhältlich. Die vier häufigsten Typen sind:

  • ohne Innen- und Außenring Typ MMD-SWG für Flansche mit Nut und Feder oder als Kraftnebenschlussdichtung
  • mit Zentrierring (CR) Typ MMD-SWG-CR-C/O nach EN 1514-2 und EN 12560-2 (Anwendung nicht empfohlen, es ist besser einen inneren Stützring zu verwenden)
  • mit Innenring (IR) bzw. Stützring Typ MMD- SWG-IR, für Flansche mit Vor- und Rücksprung
  • mit Innen- und Zentrierring Typ MMD-SWG-CR-C/I nach EN 1514-2 und EN 12560-2 für glatte Flansche oder Flansche mit Dichtleisten

 

Der Zentrierring bietet folgende Vorteile:

  • optimale Positionierung und Erleichterung der korrekten Zentrierung der Dichtung
  • Erhöhung der radialen Stabilität und Verminderung des „Ausblasrisikos“
  • Reduzierung des Fließens bei PTFE-Spiraldichtungen

 

Die Vorteile des Innenrings sind:

  • ein Stützen der Innenseite der Spirale und damit Schutz vor „Einknicken“ nach innen und Funktionsverlust der Dichtung ist bei Wicklungen aus PTFE und Grafit unbedingt erforderlich
  • Verwirbelungen des Mediums werden durch Füllen des inneren Spaltes zwischen den Flanschen reduziert

Spiraldichtungen sind in einer Vielzahl von Werkstoffkombinationen bzgl. des Metallbandes erhältlich. Bei Einsatz eines Innenringes entspricht das Material des Innenringes üblicherweise dem des metallischen Spiralbandes. Die gebräuchlichsten Werkstoffe des Füllbandes sind Grafit und PTFE, jedoch sind auch Füllungen aus asbestfreien Faserwerkstoffen und Glimmer / Mica üblich. Der Zentrierring ist entweder aus dem gleichen Material wie der Innenring und das metallische Wickelband oder aus günstigerem Werkstoff, meistens verzinktem oder pulverbeschichtetem Stahlblech. Abhängig von der Kombination aus Spiral- und Füllmaterial können Spiraldichtungen bis zu Drücken von 200 bar und bis zu Temperaturen von 1000 °C eingesetzt werden. Kennwerte verschiedener Werkstoffkombinationen sind auf Seite 5 dargestellt.

Falls aufgrund von Medienunverträglichkeit kein Grafit eingesetzt werden kann, oder falls Medienverunreinigung durch Grafit befürchtet wird, kann dies durch den Einsatz einer Spiraldichtung mit EC-Zone verhindert werden. Der Einsatz dieser Zone kann die Diffusion durch die Dichtung verhindern oder auch der Erhaltung der elektrischen Leitfähigkeit (Electrically-Conductive) bei den isolierenden PTFE-Wicklungen (MMD-SWG-CR-IR-EC) dienen. Die Zonen können mittig oder im Randbereich angelegt werden.

Aufgrund der Dichtungskonstruktion ist eine leichte Montage und Demontage gewährleistet. Durchmesser über 1000 mm sollten, wegen der Empfindlichkeit der Spiralwicklungen beim Handling, vermieden werden.